Lebensraum/Verbreitung: Waldohreulen leben in Mitteleuropa in gut bewachsenen Wäldern. Im Winter konzentrieren sich die Waldohreulen in der Nähe besonders nahrungsreicher Lebensräume mit hohen Wühlmausdichten oder Massenschlafplätzen von Kleinvögeln. Manche Überwinterungsplätze werden von Dutzenden bis über 100 Eulen seit Jahren regelmäßig aufgesucht, nicht selten auch auf Friedhöfen und in Parks mit krisensicherer Ernährung mitten in Städten.
Nahrung/Nahrungsbeschaffung: Die Waldohreule ist eine ausgesprochene Feldjägerin. Sie jagt überwiegend aus dem Flug. Dabei gleitet sie relativ dicht über dem Boden. Sie ernährt sich ziemlich eintönig. Drei Viertel der Nahrung besteht aus Feldmäusen, jeweils ein weiteres Zehntel aus Waldmäusen und Kleinvögeln.
Fortpflanzung: Waldohreulen leben in einer monogamen Saisonehe und kehren in der Regel zum vorjährigen Brutplatz zurück. Mitte Februar besetzen mitteleuropäische Waldohreulen in der Regel ihr Bruthabitat und beginnen mit der Balz. Bei milder Witterung können Balz und Paarbildung schon im Januar am Brutplatz ider sigar bereits in den Winteransammlungen einsetzen. Während der Balz fliegt das Paar mit weit ausholenden Flügelschlägen umher, wobei zwischendurch die Handschwingen unter dem Körper laut klatschend zusammengeschlagen werden.
Aussehen: Die Waldohreule ist kleiner als ein Steinkauz und hat kleine, aus festen Federn bestehende Ohren.
Besonderheiten: Die Feldmausbestände gehen stark zurück und somit wandern immer mehr Eulen aus.